WOHNEN: KLEIN, GESTAPELT UND SOZIAL

Eine Stadt auf der Stadt entstehen lassen und auf kleinstem Raum für noch kleineres Geld wohnen  – das sind die Wohnräume von Morgen. Gestapelte, minimalistische und soziale Konzepte vereinen sich in den folgenden Projekten, die wir euch hier vorstellen möchten.

WOHNRAUM AUF DEM DACH

Auf den Dächern von Großstädten soll Neues entstehen. Besitz ist von gestern – darauf stüzt sich das Konzept von Cabin Spacey. Flexibler Zugang zu allem was man an einem temporären Wohnort oder für seinen derzeitigen Job braucht. Buchbar und bezahlbar für alle. Bisher ungenutzten Flächen wird Leben eingehaucht und in vollen Städten entstehen neue Orte und Begegnungsstätten. Die Cabins sind modernste Ökohäuser  aus Holz. Ein Proto-Cabin wird schon bald auf einem Berliner Altbau zu finden sein. Das Projekt der Mini-Wohnungen auf den Dächern zielt auf junge, unabhängige Leute ab, die viel unterwegs sind und von überall aus arbeiten. Für diese Zielgruppe, zu der sich die Designer auch selbst zählen, sollen die smarten Öko-Cabins einfach zugänglich sein. Minimales Wohnen ist noch nicht viel auf Buchungsplattformen zu finden – das soll sich mit Cabin Spacey ändern. Andere vorhandene Sharing-Anbieter für Fahrrad, Auto oder Fitness, wird über die Technologie des Hauses ganz einfach buchbar sein. Wir können es kaum erwarten unter den Sternen der Großstädte zu Schlafen und den Trubel ganz einfach unter uns zu lassen. Ganz ohne Fußabdruck.

MINI WOHNUNG ZUM MINI-PREIS

Bei diesem Projekt stapelt sich die Inneneinrichtung. Die Miniwohnung auf Rädern die sich jeder leisten kann, denn sie kostet nur 100 Euro Miete. Eine Ansage an die Politik: Gentrifizierung adé. Die 6,4 Quadratmeter große Wohnung ist so intelligent gestaltet, dass eine Trennung zwischen Wohn-, Schlaf-, Koch- und Arbeitsbereich durchaus vorhanden ist. Das Konzept verfolgt den Gedanken, dass Wohnen bezahlbar, flexibel und partizipativ sein sollte. Der Architekt Le Mentzel hat die Mini-Wohnung „tiny100“ entworfen. Kleiner wird kritisch, aber laut Ihm sind die so schlau geplanten, verschachtelten 6,4 Quadratmeter das Minimum um komfortabel wohnen zu können. Für Familien, können mehrere dieser winzigen Häuschen eine Mehrzimmerwohnung ergeben. Bis zu drei dieser Häuschen können aufeinandergestapelt werden und kleine Mini-Siedlungen mit Gemeinschaftsplätzen entstehen. Das nennt Le Mentzel Co-Being Space. So entsteht eine Gemeinschaft in der jeder seine eigenen vier Wände hat, dennoch zusammen lebt. Über die Tiny House Bewegung und darüber wie man solch ein Häuschen selber zimmern kann, kann man in seiner Tinyhouse University kostenlos lernen.

Wie ihr euer Leben an eine minimalistische Wohnung anpassen könnt haben wir vor einiger Zeit schon mal für euch aufgelistet. Der Artikel Weniger ist mehr gibt aufschlussreiche Life-Hacks für den die ersten Schritte in Richtung Minimalismus. Der Blogeintrag Das neue Wohnen – klein, aber oho gibt weitere Einblicke in die Welt der so genannten Tinyhouse Lösungen.  

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