WOHNEN IN DER STADT DER ZUKUNFT. ODER DOCH LIEBER BAUEN AUF DEM LAND?

Die Städte der Welt wachsen und wachsen. Man geht davon aus, dass 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Meistens sind die Gründe dafür berufliche Perspektiven, Infrastruktur und Soziale Netzwerke. Doch der Anstieg sorgt für Engpässe in Sachen Wohnen, wie einige von euch vielleicht schon am eigenen Leib erfahren durften. Hohe Mieten sind oft das Ergebnis. In den Städten der Zukunft muss mehr passieren, um das dicht nebeneinander Wohnen und Leben besser zu gestalten. Neue Gebäudekonzepte, die in das Bestehende integriert werden können und gleichzeitig Komfort und Lebensqualität sichern. Das alles natürlich am besten Energieneutral. Eine Herausforderung! Allerdings eine mit der sich Architekten schon länger beschäftigen. An der Umsetzung von Ideen wie, nicht ausgelastete Parkhäuser in Städten zu Wohnungen umzubauen, wird schon gearbeitet. Durch Carsharing und besseren Bahnverbindungen, geht der Trend des Autobesitzes zurück, weshalb Parkhäuser noch leerer bleiben und eigentlich im Weg stehen. Des Weiteren, geht der Trend der Zukunftsstadt sicherlich in die Höhe. Moderne, hohe Gebäude mit Wohnungen für günstige Einpersonenhaushalte, kombiniert mit neuen Gemeinschaftskonzepten. Räume oder Plätze die von mehreren genutzt werden, wie Terrassen, Balkone, Gärten, Gäste- und Arbeitszimmer. Auch sind Städte nun schon viel mehr darauf ausgelegt, Services anzubieten, die die eigenen kleinen 4 Wände nicht können, und auch nicht brauchen, wie zum Beispiel Co-Working Spaces, Cafés im Stil eines großen Wohnzimmers, sowie buchbare Küchen, wie diese in Berlin, um mit Freunden zu Kochen.

NEUE INTELLIGENTE TECHNONATUR

Für das Zukunftsrezept gesunder Städte, benötigt man Technologie und Natur für, aufgepasst, so genannte „Techno-NaturNutzungen“, bei denen der Nutzen für die Bewohner im Vordergrund steht.
Für die Lebensqualität und der Gesundheit, der auf engem Raum lebenden Menschen, bedarf es neue Ideen, wie zum Beispiel Straßenbeläge die bei starker Sommerhitze schneller abkühlen und sich dabei auch noch positiv auf die Luftqualität auswirken. Grüne Fassaden sind die perfekte Ergänzung zu solchen intelligenten Böden. Auch sie filtern ungesundes aus der Luft, wirken kühlend und gleichzeitig stressabbauend auf uns.
In der Stadt Skifahren auf Müllbergen, klingt nach einem Müllproblem? Ist aber genau das Gegenteil. Die Dänen haben eine Müllverbrennungsanlage entwickelt, dessen freikommende Energie, die Skipiste kühlt. So ist das Gebäude optimal in die Umgebung integriert.
Auch an Singapurs Verschmelzung von Natur und Technik, können wir uns ein Beispiel nehmen, wo riesige Stahlbäume Klimaregulierend wirken und gleichzeitig als Aussichtsplattform agieren.
Also Städter, freut euch auf eine kühlere, höhere, praktischere, intelligentere und grünere Zukunft eurer Stadt.

RAUS AUS DER STADT – GREEN BUILDING

Ist ja alles schön und gut, doch wird es vielen zu eng in der Stadt. Sogar in Berlin erkennt man schon einen beginnenden Trend der Stadtflucht. Dadurch, da man heutzutage für viele Jobs nur einen Laptop und Internetzugang benötigt, wird für manche der Job gar nicht zum Flucht-Problem. Teilweise können Arbeitsplätze einfach mitgenommen werden. Trotzdem bleibt die Frage ob das einsame Landleben sich auf Dauer für ehemalige Städter eignet. Doch außerhalb der Stadt oder an Stadträndern, können sich viele Ihren Traum vom Eigenheim und nachhaltigem Lebensstil erfüllen. Der Trend zum ‚Green Building‘, grünem Bauen, von kleinen Häusern, mit Respekt für die Umgebung und die Natur. Hierbei geht es um ökologische Baustoffe, wie Naturstein, Lehm, Holz oder recyceltem Material und eigener Energieversorgung durch Solaranlagen. Einige Entwicklungen in die Richtung haben wir für euch gesammelt:
Das Bauen mit Modulhäusern aus Holz zum Beispiel ist so eine Version, bei der man je nach Familienzuwachs Module, also Zimmer, hinzufügen kann, und je nach Bedarf später wieder verkaufen kann.
Ähnliche Bausteine sind alte Schiffscontainer. Die sogenannte „Containerisierung“ zum Wohnen, nicht nur für den Transport, ist mancherorts eingetreten und bietet in Großstädten wie Paris, Amsterdam und Kopenhagen, günstige Wohnräume für Studenten. Die Container die auf See nicht mehr genutzt werden können, werden so wiederverwertet. Auch auf dem Land ist das Containerleben eine gute Alternative.
Über Tiny-Houses, dem Wohnen auf kleinem Raum aber im Einklang mit der Natur und ohne CO2 Fußabdruck haben wir schon einmal geschrieben. Lest hier den Artikel „Das neue Wohnen – klein aber Oho“. Dieser Trend bedient sich sehr gerne an der Green Building- und Do-It-Yourself-Trickkiste.

Wollt ihr im Einklang mit der Natur leben, aber erstmal kleinere Brötchen backen? Dann schaut doch mal bei unsere neuesten Kollektion vorbei. Denn weniger Plastikverschmutzung in der Natur und den Städten hilft uns allen!

Teilen auf