WINTERSPORT MIT RESPEKT VOR DER NATUR

Für viele heißt es in dieser Saison wieder: Der Berg ruft! Winterurlaub ist erholsam und sportlich zugleich, demnach gut für Seele und Kopf. Jedoch, ist die Natur auch damit einverstanden, dass wir alle gemeinsam die weißen Hänge hinabschliddern? Was soll denn am Spielen im Schnee so schlecht sein, fragst du dich? Wir klären auf und bieten Inspiration, den Urlaub im kühlen Nass in Zukunft „sanft“ und „grün“ zu gestalten.

Viele Berggebiete und dort ansässige Dörfer sind von Wintersport-Touristen abhängig, zahlen gleichzeitig aber einen hohen Preis um all die Touristen empfangen zu können. Schneit es nicht genug, da sich die globale Erwärmung so ziemlich bemerkbar macht in den letzten Jahren? Um die Touristen trotzdem auf die Bretter zu bekommen, gibt es energieaufwändige Schneekanonen, die gerne die ganze Saison über eingesetzt werden. Chemische Bakterien um den Schnee länger Schnee sein zu lassen, bleiben nach der Saison auf den Feldern liegen und beeinträchtigen Flora und Fauna (leider nur in Deutschen Skigebieten verboten). Um die Pisten startklar zu machen werden regelmäßig Geländekorrekturen durchgeführt, die die Rodung von Wäldern einfordern und somit Berg- und Erdrutsche auslösen können. Auch das Verhalten der Touristen ist nicht Ohne. Meist geht Tourismus einher mit Müll, Lärmbelästigung und vielem mehr. So absurd es klingt, doch Tourismus ist gleichzeitig das Problem und die Lösung, denn nur mit Hilfe von Einnahmen aus der Branche kann Geld zur Erhaltung der Naturgebiete generiert werden.

Wir lieben Lösungen und wir lieben Urlaub in der Natur. Mit vollem Einsatz wird zum Beispiel in Ramsau (dem größten Langlaufzentrum Österreichs)  Schnee recycelt. Ramsau nennt es Schneemanagement mit Snow-Farming. Verrückt aber effektiv. Hierbei wird am Ende der Saison Schnee aufgetürmt und mit Hackschnitzeln, einem Nebenprodukt aus der Holzverarbeitung, sowie einer Plane bedeckt. Der Schnee bleibt tatsächlich bis zur nächsten Saison erhalten. Der Gletscher in Kaprun braucht keinen künstlich recycelten Schnee, aber viel Strom. Also sorgt nun ein riesiger Stausee mit Wasserkraft für grünen Strom der die hochmodernen Seilbahnen antreibt.  

Im Folgenden einige Tipps wie du Umweltfreundlichkeit und Spaß am Wintersport vereinen kannst:

Rundum grün

Alpine Pearls hat eine Vielzahl an alpinen Urlaubsorten und Aktivitäten für Winterurlauber zusammengestellt, die die Natur respektieren. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Mobilität, nämlich dem Reisen ohne Auto. Kaum vorstellbar wenn man an Skiurlaub denkt – doch Alpine Pearls vereint die Orte in denen der Winterurlaub auch ohne Auto entspannt wird, nämlich durch den Einsatz von elektrischen Taxen, Shuttles, Mountainbikes und öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch der Reiseveranstalter Renatour hat ein breites Angebot für nachhaltige Familien-Winterreisen zu bieten.

Die von TourCert für Nachhaltigkeit ausgezeichneten Unterkünfte und Reiseveranstalter (TourCert Mitglieder) sind eine gute Alternative. Klicke dich einfach mal durch. Andere vertrauenswürdige Siegel sind das österreichische Umweltzeichen, das EU Ecolabel, das Steinbock-Label aus der Schweiz oder die Blaue Schwalbe für tolle Bio-Hotels in den Alpen. Die Viabono-Auszeichnung sorgt in Deutschland für umweltgerechte Unterkünfte.

Und was ist mit der Ausrüstung?

Du und dein Geldbeutel können sich beim Kauf von gebrauchter Ausrüstung gleichermaßen freuen. Kaufe oder ersteigere Skier, Snowboards oder Wanderausrüstung von Anderen, die ab jetzt den Sommerurlaub bevorzugen oder bei denen es im Schnee nie so richtig klappen wollte. Da es sich um Saisonprodukte handelt, sind diese meist noch im guten Zustand. Schau mal was du so findest auf Ebay, Tauschring, Kleiderkreisel und Co. Wenn du mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und keine Lust auf die Schlepperei hast, raten wir dir zum Skiverleih im Urlaubsort zu gehen. Kaufst du lieber neue Wintersport-Ausrüstung, gehe zumindest sicher, dass der Hersteller ökologisch handelt. Nicht nur für die Umwelt ist das die bessere Variante, sondern auch deine Gesundheit hat etwas davon, wenn du auf Chemikalien in Outdoor-Kleidung verzichtest. Um Kleidung wasserabweisend zu machen wird leider häufig die Chemiekeule ausgepackt. Hersteller wie Fischer, Vaude, Patagonia, Arbor und Venture stellen sicher, dass dein Schneeabenteuer wasserdicht und ökologisch abläuft.

Auf die Piste, fertig, los!

Aber dann bleib auch dort. Freeriden klingt zwar cool und bringt dir einige Fans auf Instagram, verscheucht allerdings Tiere die abseits der Pisten ihre Rückzugsräume haben um Energie für die Nahrungssuche zu sammeln. Auch junge Pflanzen unter der Schneedecke, werden von Abenteurern die die Pisten und Loipen links liegen lassen, verletzt. Es gilt: unberührtes, unberührt lassen. Denn so viel haben wir nicht mehr davon.

Ob auf der Piste oder neben der Piste: Behalte deinen Müll bei dir! Wenn du gegen den Durst nicht am Schneeball lecken möchtest (hüte dich vor dem gelben Schnee!), tut nach großer Anstrengung ein Schluck Wasser gut. Deshalb finden wir, dass eine kleine und leichte Dopper-Mehrwegflasche auf der Piste einen guten Zweck erfüllt. Schau dich für deinen perfekten Dopper in unserem Online-Shop um.

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