WENIGER IST MEHR – TIPPS FÜR EIN MINIMALISTISCHES LEBEN

Wenn man nicht viel hat, kann man auch nicht verlieren. Wenig zu besitzen ist befreiend. Alles Sprüche die dich an deine Oma erinnern, nach dem Motto „Damals hatten wir ja nichts,  trotzdem waren wir glücklich…“? Beim Minimalisten-Trend denkst du an kahle Wände und eine Matratze auf dem Boden, keine Hobbys und nie wieder mit den besten Freunden einfach mal das Leben genießen? Wir finden, Minimalismus ist viel mehr als das, nämlich eine inspirierende Art, Platz in seinem Leben zu schaffen, für die Dinge die einem wirklich wichtig sind. Wir bei Dopper glauben, weniger ist mehr!

Dinge in allen Formen und Farben, für jede erdenkliche Gelegenheit. Manchmal wissen wir gar nicht mehr warum wir bestimmte Dinge eigentlich besitzen, aber es könnte ja sein, dass wir irgendwann eine Verwendung dafür finden. Das kann schon mal kompliziert werden, und man sehnt sich für ein paar Augenblicke nach einer simpleren, primitiveren Lebensweise. Zelten im Wald hilft den Kopf zu beruhigen, aber ist keine anhaltende Lösung. Mit diesem Artikel wollen wir euch in ein paar Schritten zum Minimalisten-Dasein heranführen ohne dabei alle eure Möbel zum Sperrmüll zu bringen, oder eure Lieblingskleider an die Altkleidersammlung zu geben.  

ERSTENS: AUSMISTEN

  • Nehme dir einen langen Moment der Ruhe und erstelle eine Liste mit Dingen die du wirklich willst. Diese Liste wird dir bei den weiteren Schritten sehr helfen. Also gehe wirklich in dich und frage dich, was dir im Leben am wichtigsten ist. Denke erst mal nicht materiell, sondern an Freundschaften, Lebensstile, Familie, berufliches und so weiter. Vermeide, Dinge aufzuschreiben die du eigentlich nur willst weil andere es von dir erwarten könnten.
  • Dann geht es ans materielle Entrümpeln: Zimmer für Zimmer, Schrank für Schrank. Vergiss nicht deine digitalen Besitztümer, und entlaste deinen Laptop/Smartphone/Tablet von unnötigem Ballast. E-Mails, Musik, Dokumente, Fotos, aber eventuell auch Veraltetes oder Unsinniges auf deinen Social Media Kanälen.
  • Nun widme dich deiner kostbaren Freizeit. Gemeint ist das Ausmisten von Hobbys und Tätigkeiten die dich eigentlich gar nicht mehr richtig interessieren oder mehr Energie kosten als Energie liefern. Abo im Fitnessstudio, mehrere Ehrenämter, Stammtische oder Sportvereine. Horche in dich um heraus zu finden was du aus Gewohnheit machst, wo du mit Unlust hingehst und was dir stattdessen viel mehr bringen könnte.

ZWEITENS: LERNE DICH SELBST ZU LIEBEN

  • Es wird Zeit für etwas, das wir viel zu wenig machen: uns selbst Komplimente machen. Denke über folgende Fragen nach und schreibe deine Antwort auf: Was magst du an dir? Was gibt dir ein gutes Gefühl? Was braucht dein Körper um gut zu funktionieren? Schläfst du ausreichend? Nimmst du dir genügend Zeit für dich?
  • Versuche, immer mal wieder an die Antworten auf diese Fragen zu denken, und diese zu Leben. Das wird dir helfen, dich selbst immer mehr als beste/n Freund/in zu sehen. Wer sich selbst liebt, braucht höchstwahrscheinlich viel weniger Dinge um ein gutes Gefühl zu bekommen. Man ist sich selbst genug.

DRITTENS: LASS MAL LOS

  • Gedanken kreisen im Kopf. Katrin hat nen super Job bekommen, Jasper ist immer gut drauf und verpasst keine Party, Miriam sieht echt richtig gut aus und Max macht schon die 2. Weltreise… WOW! Wir vergleichen uns ständig mit anderen. Diese Gedanken los zu lassen tut uns gut und macht uns entspannter, zufriedener aber auch konzentrierter. Meditation und Yoga sind gute Wege zu lernen wie man Gedanken vorbei ziehen lässt.

VIERTENS: MINIMALISTISCH MATERIALISTISCH

  • Wieder was im Schaufenster gesehen? Halte dir immer wieder die Frage vor: Brauche ich das wirklich? Wie lange habe ich etwas an diesem Produkt? Wie und wo wurde der Gegenstand hergestellt? Eine Wunschliste mit Dingen die du wirklich gerne Anschaffen würdest, hilft dir, dich aufs Wesentliche zu konzentrieren und dich nicht zu Impulsentscheidungen hinreißen zu lassen. Weniger Besitz kann tatsächlich befreiend wirken. Weniger zum Aufräumen, weniger zu Reparieren und weniger zu Entscheiden.

LASS DICH INSPIRIEREN

Wer Minimalist ist, hat meistens auch Züge eines Selbermachers, Upcyclers, Hobby Kochs oder ist aktives Mitglied der Sharing Economy. Online-Plattformen zum Tauschen, Teilen und Basteln macht ein minimalistisches Leben einfacher. Informationen zu diesen Themen schwirren heutzutage en masse im Internet, worauf Minimalisten eher nicht verzichten; wir haben zu diesen Themen schon mal Artikel veröffentlicht, um einen Überblick zu verschaffen. Wenn dich das Thema interessiert, schau dir gerne unsere Artikel Mach’s doch selber! Do-It-Yourself und das Maker-Movement und Sharing Economy – Teilen und Tauschen für eine bessere Welt an.

Schau dich im Internet um, und du wirst zahlreiche Blogs, Dokumentarfilme und inspirierende Projekte finden, die dir bei der Sache helfen können. Finde deine eigene Version des Minimalismus und somit deine eigene Art des Glücks.

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