URBAN FARMING: GÄRTNERN MAL ANDERS!

Mitten in Berlin Fisch züchten, Muscheln in Unterwassergärten zur Rettung unserer Meere, Gemüse hoch oben, das nur von Luft und Liebe wächst und Gemeinschaftsgärten in der Großstadt.  Das alles zeigt wie das Züchten und Gärtnern sich verändert und wie Urban Farming Potenzial hat unsere Zukunft zu sichern.

FISCH VOM LAND

Verschmutzung und Überfischung machen es möglich, dass das Ökosystem der Meere in einem katastrophalen Zustand ist und damit das gesamte Nahrungssystem ins Wanken gerät.  Hinzu kommt der Transportweg der Meeresfrüchte. Der Gründer von Europas größter Aquaponik-Farm in Berlin fragte sich, warum Lebensmittel nicht direkt da angebaut werden, wo sie auch genutzt werden. So entstand die Idee um Urban Farming auch für die Fischzucht gelten zu lassen. Seit ein paar Jahren gibt es in Berlin keinen frischeren Barsch zu kaufen, als beim Marktstand von ECF Farmsystems in der Kreuzberger Markthalle. Die Mission der Firmengründer ist es, tatsächlich nachhaltige Lebensmittel zu produzieren und zugänglich zu machen für Städter. Nachhaltigen Fisch einkaufen ist nämlich eine höchst verwirrende Angelegenheit, auf Grund der vielen unstimmigen und vagen Informationen die im Netz rumschwirren. Gemeinsam mit dem Leibniz-Institut (IGB) in Berlin wurde ein einzigartiges Aquaponiksystem entwickelt, in dem nicht nur Fische gezüchtet werden, sondern auch noch leckere, nachhaltige Mini-Tomaten. Gemüse und Fisch können hier in Ruhe zusammen aufwachsen.

UNTERWASSERFARMEN

Nicht in der Stadt aber effizient und chemiefrei, sind die vertikalen Unterwasserfarmen von Greenwave. Schalentiere werden hier vollständig nachhaltig produziert in sogenannten „Zero Input 3D-Farms“. Muss man da seine 3D Brille aufsetzen für die Ernte? 3D Ocean Farming ist ein Begriff für diese Art des Anlegens von vertikalen Gärten im Meer, einfach replizierbar und stärkend für das Ökosystem. Es werden Münder ohne Fußabdruck gefüllt und Jobs erschaffen. Regenerative Meerestiere dieser Gärten, sorgen für nachhaltige Lebensmittel und helfen unter anderem bei der Wiederherstellung von Riffen.  In den Medien wurde dieses Farming-Model schon als „das kulinarische Äquivalent zum Elektroauto“ beschrieben.

GEMÜSE IN DER LUFT

Von vertikalen Gärten in der Tiefe der Meere, zu steilen, in die Höhe wachsenden Indoor-Farmen. So genannte Aero Farms die sage und schreibe ohne Sonne, Erde oder Wasser auskommen, sind der neuste Schrei aus New Jersey. In einer stillgelegten Mühle, bauen Aero-Farmer massenweise gesundes, düngerfreies Blattgemüse mit der Aeroponics-Technik an. Pflanzenwurzeln werden hierbei in einer kontrollierten Umgebung mit einer Nährstofflösung besprüht. Schon bald könnte die platz- und ressourcensparende Farming-Variante die Zukunft unserer Abendessen bestimmen.

GESUNDE GEMEINSCHAFT

Gärtnern in der Stadt ist lange keine Randerscheinung mehr, denn der Wunsch nach einem gesunden Leben, auch mitten in der Stadt, wollen sich mehr und mehr Menschen verwirklichen. Gärtnern vermittelt ein Lebensgefühl das Großstädter wieder mit der Natur und miteinander verbindet. Häufig sieht man Guerilla-Gärten auf Brachflächen entstehen, so lange bis dort wieder gebaut wird, was nicht selten einige Jahre dauern kann. Die Idee von Gemeinschaftsgärten in Großstädten hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert und findet mehr Anhänger. Auch im Himmelbeet in Berlin kann sich jeder ein Stückchen Beet mieten oder gemeinsam an großen Beeten werkeln. Es wird darauf geachtet, dass nur regionale und ursprüngliche Kulturen angebaut werden, und das selbstverständlich ohne Pestizide. Das Himmelbeet legt Wert auf Interkulturalität und lädt unter anderem, soziale Einrichtungen ein mit zu machen. Für die Pause zwischendurch oder Gartenbesucher aus der Stadt, sorgt ein Café mit veganen Gerichten und regionalem Bier, für Stärkung. Weitere Beispiele großer und bekannter Gärten in Berlin sind der Prinzessinnengarten und der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor in Berlin. Also nichts wie hin und einfach Mal die Uhr etwas langsamer ticken lassen. Für genügend Flüssigkeit beim Unkraut jäten sorgst du mit dem neuen 800ml Dopper aus Edelstahl. Die Flasche ist so robust, dass du sie während der Arbeit, guten Gewissens zwischen allen schweren Gartengeräten liegen lassen kannst.

 

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