SELBSTVERSUCHE FÜR EIN NACHHALTIGERES LEBEN GEFÄLLIG?

Eigentlich willst du schon lange was ändern, nachhaltiger Leben zum Beispiel, packst es aber nie so richtig an? Dann haben wir die beste Inspiration für dich, mit einem Selbstversuch anzufangen. Hast du schon mal probiert 1 Monat lang mit viel weniger Kleidern auszukommen, auf Plastik zu verzichten oder überhaupt keinen Müll zu produzieren? Klingt schwierig, ist aber mit der nötigen Struktur und vor allem Inspiration machbar. Manche Selbstversuche erfordern viel Zeit und einen kompletten Lebenswandel, andere hingegen bloß ein bisschen Durchhaltevermögen. Doch auch kürzere Selbstversuche nach dem Motto „So schwer kann das doch nicht sein, ich probier’s‘ halt mal 2 Wochen aus“ tragen Ihre Früchte und die ein oder andere Verhaltensänderung bleibt dir erhalten. Lasst euch von den folgenden Versuchen zu nachhaltigem Konsumverhalten inspirieren.

WENIGER, ABER DAFÜR AUSGEWÄHLT

Wir fangen mit einem Minimalismus-Versuch an. Das ‚Project 333, simple is the new black‘ zeigt dir wie es geht. Es geht um eine minimalistische Herausforderung, mit 33 (oder weniger) Kleidungsstücken 3 Monate lang zu leben. Der Selbstversuch der Amerikanerin Courney Carver ist eine tolle Starthilfe für alle, die weniger Konsumieren möchten. Project 333 verlangt von dir im ersten Schritt, 33 Teile, inklusive Accessoires, Schmuck, Jacken und Schuhen, auszuwählen. Sportklamotten, Unterwäsche und Schlafanzüge, zählen nicht mit. Den Rest deiner Garderobe packst du für die kommenden 3 Monate in Kisten und verstaust sie außer Sichtweite. Wichtig ist, die ausgewählten Teile müssen natürlich an die Temperaturen der jeweiligen Jahreszeit angepasst sein, sowie Arbeits- und Freizeit-Outfits enthalten. Es geht nicht darum sich zu ärgern, sondern um etwas Positives zu erreichen. Darum können kaputte oder zu klein oder zu groß gewordene Kleider ruhig ausgetauscht werden. Hast du es genossen weniger darüber nach zu denken, was du tragen oder kaufen sollst? Hast du die 3 Monate überstanden und willst mehr? Überlege dir jetzt, welche Teile du spenden möchtest, da du sie in deiner Garderobe nicht vermisst hast. Mache direkt weiter, mit einer Jahreszeiten-angepassten Garderobe, oder gönne dir erst mal eine Pause. Die Entscheidung liegt bei dir.

NUR NOCH SECONDHAND-KLEIDUNG

Das dachte sich auch die Bloggerin Hindi Kiflai-Monim und schrieb darüber in ihrem Blog www.dailyrewind.de. Das gesamte letzte Jahr inspirierte Sie mit Ihrem Blog wie man seine Garderobe nur mit Teilen erweitert, die vorher schon mal einen anderen Besitzer hatten. So setzte sie ein Zeichen gegen problematische Produktionsketten der Textilindustrie und für ethisch korrekten Konsum. Sie spricht dabei über den H&M-Effekt: neu produzierte Kleidung die nach kurzer Zeit kaputt und unbrauchbar ist, also sich noch nicht mal mehr für ein Secondhand-Leben eignet. Flohmärkte und jede Menge Secondhand-Läden finden sich mittlerweile in jeder Stadt. Es muss ja nicht gleich Vintage sein. Meisten befinden sich ganz normale Teile in dem Getümmel an getragener Kleidung. Wem Vintage sowieso nicht gefällt und sich vor Secondhand-Läden scheut, der organisiert am besten einen Kleidertausch mit Freunden. So weißt du genau wer die Stücke vor dir getragen hat. Hier sollte genug zusammen kommen, was passt und gefällt.

PLASTIKFREI

Komplett auf Plastik verzichten, ist das möglich? Diese Frage haben sich schon viele gestellt und so einige haben es ausprobiert. Die Meinungen gehen auseinander, manch einer findet Plastik aus hygienischen Gründen unvermeidlich und sieht ein, dass fast alle Alltagsgegenstände Plastik beinhalten, andere schaffen es ganz ohne und scheuen nicht vor Unbequemlichkeiten. Alles eine Frage der Zeitplanung, des Lernens Produkte selbst herzustellen, und der Überzeugung etwas Gutes zu tun. Man sollte Geduld und Interesse aufbringen, die eigene Region und seine Produkte und Lieferanten besser kennenzulernen. Frage doch deine Mutter, Oma oder ältere Dame von nebenan nach ihren liebsten Einweck-Rezepten. So erhältst du nicht nur Obst und Gemüse, welches sonst verfaulen würde, sondern erhältst auch ein Stückchen Tradition aufrecht. Du gewinnst viel und gibst der Erde Ihren plastikfreien Frieden zurück. Hofläden sind meist günstiger als Bioläden, allerdings auch schwieriger zu erreichen. Nimm dir an einem festen Tag in der Woche eine Radtour zu deinem Lieblingsbauern vor. Nimm deine Familie mit, und die Tour kann so zu einem schönen Ritual werden. Einwegplastik zu vermeiden kann manchmal ganz schön tückisch sein, vor allem wenn man viel unterwegs ist. Ein Weg, umweltbewusst zu handeln, ist es die Mehrweg Trinkflasche von Dopper mit zu nehmen, um nicht in Versuchung zu kommen eine PET Flasche zu kaufen. Probiere es doch einfach mal aus. Schon ein zweiwöchiger Selbstversuch wird dir helfen, mehr über die Möglichkeiten zu erfahren und eventuelle Gewohnheiten zu ändern.

ZERO WASTE

Manche treiben es noch weiter und versuchen ein ganzes Jahr lang (oder länger!) völlig müllfrei zu leben. Einen Zero-Waste Guide für Anfänger findest du hier auf unserem Blog.

Die andern sagen gerne „Ach, das schaffst du doch nie!“. Zeig Ihnen, was du drauf hast in Sachen Nachhaltigkeit und inspiriere andere mit deiner Erfahrung.

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