Sarah Klein: Clean Coffee Mug

Sauberes Wasser in jedem Ozean und aus jedem Kran: das ist unser feuchter Traum. Aber Dopper ist natürlich nicht die einzige Marke mit einer Mission. Es gibt noch viel mehr Unternehmer und Projektträger, die jeden Tag für eine bessere Welt aus dem Bett aufstehen. Wir nennen sie Wet Dreamers.

Mehrweg oder Meerweg? Sarah Klein’s Zero Waste Kaffeebecher für The Clean Ocean Project

Sarah hat im Rahmen ihrer Semesterarbeit zu nachhaltigem Produktdesign an der Kölner Ecosign/Akademie für Gestaltung mit und für The Clean Ocean Project einen Zero Waste Kaffeebecher entwickelt – The Clean Coffee Mug für mehr Mehrweg statt Meerweg.

No excuse for single-use

Rund 320.000 Einweg-Kaffeebecher landen allein in Deutschland pro Stunde im Müll. Das heißt während wir hier sitzen, landen mindestens 640.000 Einwegkaffeebecher im Müll. 13 Millionen Tonnen Müll landen pro Jahr im Meer, ein großer Teil davon eben diese Einweg-Kaffeebecher. Der Turm, den man damit bauen könnte wäre 300.000 Kilometer hoch und würde 7 mal um die Erde gehen. Daran muss etwas geändert werden. Mehrweg statt Meerweg.

The Clean Ocean Project

The Clean Coffee Mug ist ein Kooperationsprojekt mit der Organisation „Clean Ocean Project“, einer NGO mit Sitz auf Fuerteventura, die es sich seit dem Jahr 2000 zur Aufgabe unsere Ozeane, Wellen und Strände zu schützen. Die Idee: jeder ist Teil des Problems – und die Lösung.

Im Projekt ging es darum einen plastikfreien Mehrwegkaffeebecher zu gestalten. Mein Konzept: ein Zero Waste TO-GO Kaffeebecher. So kann man komplett auf Einwegbecher verzichten, da in den meisten Cafés auch Mehrwegbecher für den Kaffeegenuss  unterwegs befüllt werden. Der Becher ist ohne jegliche synthetische Materialien, die unsere Meere verschmutzen können.

No Waste. No Plastic. Just Coffee.

Es geht nur um den Kaffee, und so ist der Kaffeebecher an sich sehr schlicht gehalten, mit einer klaren Formsprache. Der Becher besteht aus Keramik um das Gefühl der Kaffeetasse beizubehalten und der Deckel aus einem regionalen Kirschholz. Durch die Einbuchtung im Deckel wird er stapelbar, oder man kann den Becher auf den Deckel stellen wenn man sich hinsetzt um seinen Kaffee in Ruhe zu genießen. Der hölzerne Deckel wird mit Naturkautschuk abgedichtet.

Zero Waste

Inspiriert von verpackungsfreien Läden, in denen es keine Einwegverpackungen gibt und man eigene Behältnisse zum Einkauf mitbringt habe ich einen Beutel als Verpackung entwickelt. Er dient dazu, den Becher ans Fahrrad hängen zu können, ihn darin zu tragen oder schlichtweg um sich in einem verpackungsfreien Laden seine Kaffeebohnen zu holen Denn: Nicht nur an den Kaffeebechern müssen die Nachteile unserer Wegwerfkultur aufgezeigt werden. Ebenso tragen die Verpackungen unserer Produkte, wie vor allem Plastiktüten, zu diesem Müllproblem bei, denn sie sind, genau wie die Kaffeebecher, nur für eine einmalige Verwendung gedacht. Der Becher wird deshalb in einer Mehrwegverpackung verkauft. Sie wird aus einem Produkt gemacht, welches eigentlich im Müll landen würde- nämlich aus alten Kaffeesäcken.  So wird Einwegmüll zu einer Mehrwegverpackung.

Wie geht es weiter?

Sarah und Clean Ocean Project arbeiten derzeit an der Marktfähigkeit und Produktion des Bechers – hoffentlich ist er bald für uns erhältlich!

Mehr zum Projekt.

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