Meeresretter – Initiativen gegen Plastikmüll im Meer

Plastikmüll in unseren Weltmeeren ist  – wortwörtlich – ein wachsendes Problem. Und jedes Jahr kommen mehr als 8 Millionen Tonnen (das sind über 800.000 Müllabfuhren!) hinzu.
Nicht nur wir bei Dopper wollen dem ganzen ein Ende bereiten. Weltweit gibt es noch so einige weitere Plastik-Piraten, die mit ihren Initiativen aktiv gegen die Vermüllung unserer Weltmeere ankämpfen. Wir verraten euch was sie für Tolles auf die Beine gestellt haben und wie auch ihr sie unterstützen könnt. 

PLASTIC SOUP FOUNDATION

1997 entdeckte der Seemann Charles Moore im Pazifik die berüchtigte “Plastiksuppe” (Engl. Plastic Soup), einen riesigen Plastikstrudel in der Größe Zentraleuropas. Genauer gesagt: rund 15,000,000 km2.
Die Plastic Soup Foundation möchte weltweit mit verschiedenen Initiativen auf dieses Problem aufmerksam machen. So haben sie beispielsweise einen Soupermarket auf die Beine gestellt: ein Kunstprojekt, bei dem sie die Regale eines kompletten, surrealen Supermarktes mit Plastikprodukten füllen, die sie aus Europäischen Gewässern gefischt haben.
Auch haben sie in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe eine Nachhaltigkeits- Initiative gegen unsere Wegwerfwirtschaft gestartet. Ihr Ziel: Einweg- Plastikblumentöpfe durch eine umweltfreundlichere Alternative ersetzen.  
Auch ihr könnt die Plastic Soup Foundation mittels einer Spende oder eigenen Aufräum-Initiativen unterstützen.

BOOTSRUNDFAHRT MIT PLASTIC WHALE

Städtetrip nach Amsterdam geplant? Mit Plastic Whale wird eure 2-stündige Grachtenfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis – und obendrauf gibt’s reichlich grüne Karmapunkte!  Erobert in einem typischen Sloepje (eine typische Schaluppet) die berühmten Amsterdamer Kanäle, geniesst die Aussicht auf die schiefen Grachtenhäuser und fischt gleichzeitig Plastikmüll aus den Grachten. Das Fundstück des Tages wird mit einem Preis belohnt.
Besonders cool: die Rundfahrtboote sind quasi homemade und werden aus dem Plastik gefertigt, das aus den Amsterdamer Grachten geangelt wurde. Die Flotte umfasst mittlerweile 6 Boote und es folgen noch so viele, bis Plastic Whale out of business äh plastic ist.

LEBEN OHNE MÜLL

Shia beweist das und wie es geht! Die Plastik-Rebellin teilt auf ihrem Blog Wastelandrebel ihr persönlichen Erfahrungen, Tipps und Tricks wie jeder von uns seinen Alltag ohne Müll gestalten kann. Sie hat tolle Zero-Waste Alternativen von A bis Z parat, wie beispielsweise für den Arbeitsplatz, für unterwegs und Zuhause. Wie und womit kann man als Zero-Waste Anfänger am besten beginnen? Wie kann man Lebensmittel möglichst plastikfrei einfrieren? Und wo kann man unverpackt einkaufen? Schaut einfach mal auf Shias Blog vorbei und: do try this at home! 🙂

HEALTHY SEAS

Laut der Vereinten Nationen landen jährlich ungefähr 640.000 Tonnen an herrenlosen Fischernetzen – sogenannte Geisternetze- in unseren Gewässern und machen damit 10% des Kunststoffmülls in unseren Weltmeeren aus. Die Netze treiben oftmals jahrzehntelang am Meeresgrund und stellen damit eine Gefahr für Fische, Delfine, Schildkröten, Krabben und Seevögel dar, die sich darin verfangen und kläglich verenden.
“Das muss nicht sein!” dachten sich die Freiwilligen von Healthy Seas und sind damit begonnen, die herumgeisternden Fischernetze einzusammeln und in Slowenien zu hippen Socken, fancy Schwimmbekleidung, tollen Teppichen und anderen Textilien zu recyceln. Ein super Fang wenn ihr uns fragt!

PACIFIC GARBAGE SCREENING

Für ihre Masterarbeit entwarf die junge Architektin Marcella Hansch anstelle eines Gebäudes eine schwimmende Plattform, die es ermöglicht, Plastikpartikel aus dem Wasser zu filtern. Mit dieser innovativen Lösung möchte sie unsere Weltmeere von den riesigen Plastikmengen befreien. Das Pacific Garbage Screening Projekt ist nicht nur Preisträger beim Bundespreis Ecodesign 2016, sondern seit Januar 2017 ein richtiger Verein. Schon ab 12 Euro im Jahr könnt ihr Mitglied werden und so zur Rettung der Meere beitragen.

THE OCEAN CLEANUP

Völlig geschockt, dass ihm während seines Tauchurlaubs in Griechendland mehr Plastik als Fische im Meer entgegen schwammen, setzte sich der damals 16-jährige Boyan van Slat in den Kopf der Meeresverschmutzung ein Ende zu bereiten. Heute, rund sechs Jahre später, hat er mit seiner Foundation The Ocean Cleanup bereits Millionen gesammelt, um sein geplantes Vorhaben in die Wirklichkeit umzusetzen. Der niederländische Erfinder und Jungunternehmer  hat eine Technologie entwickelt, mit der er den im Pazifik treibenden Plastikmüll innerhalb von 5 Jahren um die Hälfte reduzieren will. Wir sagen: Go Boyan, go!

DER CLEAR OCEAN DOPPER

Gemeinsam mit The Ocean Cleanup von Boyan sind wir mit unserem neuen Clean Oceans Dopper in hohe See gestochen. Das blaue Trinkwunder ist nicht nur mit dem tollen Design von The Ocean Cleanup bedruckt; sondern trägt auch noch zur Realisierung des Projektes bei. Mit dem Ankauf einer Flasche unterstützt ihr automatisch das Aufräum-Projekt des jungen Niederländer. So habt ihr unterwegs immer frisches Wasser dabei – und Boyan muss weniger Plastik aus dem Meer fischen. Win – Win!

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