Leben ohne Plastik in 6 Schritten – Wie du den Vorsatz in die Tat umsetzt

Folgende Situation kommt dir wahrscheinlich bekannt vor: man hat allerlei gute Vorsätze und immer wieder weicht man von seinen so genannten „Prinzipien“ ab, da sie einem lästig erscheinen. Bewusst grüner und nachhaltiger Leben fängt im Kopf an. Am Beispiel-Vorhaben „Leben ohne Plastik“ zeigen wir dir, wie du von einem Vorhaben eine Gewohnheit machen kannst. Plastikfrei zu leben erfordert in unserer heutigen Gesellschaft viel Durchhaltevermögen und Willenskraft. Doch mit ein paar Tricks, kannst du zumindest die guten Intentionen, auf Plastik zu verzichten, in den Vordergrund deiner Gedanken bringen, wenn du mal wieder im Laden stehst. Du akzeptierst die Gedanken einfach und lässt zu, dass sie sich in deinen Alltag einschleichen.

Guide für ein Leben ohne Plastikabfall

Schritt 1: Inspiration = Motivation

Suche dir deine Inspirationsquelle. Das kann in Form einer Dokumentation, einem Gespräch mit einem/r Freund/in sein oder etwas ganz anderes. Es kann auch ein/e “Zero Waste Influencer/in” aus den Sozialen Medien sein, der/de sich mit dem Thema “Leben ohne Plastik” auseinander setzt. Bei der Realisierung unserer guten Vorsätze brauchen wir alle ein Vorbild und vor allem Inspiration.


Schritt 2: Nachhaltiger Leben geschieht nicht über Nacht.

Denke dein Vorhaben als Prozess, nicht als Ziel. Was das heißen soll? Wenn du stückchenweise deinem Ziel näher kommst, hast du unterwegs viele kleine Erfolgserlebnisse, die dich motivieren weiter zu machen. Im Prozess zu bleiben ist fast noch wichtiger als das Ziel zu erreichen. Wie beim Abnehmen, gibt es nämlich auch bei dem Vorhaben mit weniger oder keinem Plastik im Leben auszukommen, das Risiko des Jojo-Effekts, wobei alle neu erlernten Gewohnheiten wieder über Bord geworfen werden. Meist geschieht dies, wenn man das Vorhaben sehr schnell und rigoros durchsetzt und es somit nicht nachhaltig verinnerlicht.


Schritt 3: Lege die Messlatte nicht zu hoch.

Mache dein Verhalten messbar, indem du dir konkrete Wochenziele formulierst. Wichtig: bleibe realistisch. Eventuell sieht in deinem Leben jede Woche etwas anders aus, also nimm das mit in deine Planung auf und stelle dir keine unmöglichen Wochenziele. Ein Vorschlag: 2 Mal die Woche komplett plastikfrei einkaufen gehen.

Noch etwas: erzähle Jemandem (oder mehreren) von deiner Plastikdiät der nächsten Wochen. Oder finde jemanden, der sehr gerne mit dir mitzieht. So wird deine Willenskraft für ein nachhaltigeres Leben noch von Außen verstärkt, denn du willst natürlich nicht blöd dastehen, wenn diese Person dich fragt: “Und wie läuft es mit deinem plastikfreien Leben?”. Unsere innewohnende Motivation ist zwar ausschlaggebend, allerdings hilft es manchmal von Freunden oder Familie, einen Tritt in den Hintern zu bekommen.


Schritt 4: Mache dir das Leben ohne Plastik so leicht wie möglich.

Lege im vorhinein fest, wo du diese Woche plastikfrei einkaufen kannst. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, befindet sich bestimmt ein Gemüsehändler oder Bioläden, den du bisher noch nicht kanntest. Vermeide herkömmliche Supermärkte, es sei denn es sind verpackungsfreie, und bereite dich mithilfe von Googlemaps auf das Lebensmittelshopping vor.
Das Menü legt sich so manches Mal von selbst fest, denn du kannst nach dem Ausschlussverfahren arbeiten. Vorbehandelte Lebensmittel fallen für dich automatisch weg – so schade es auch klingt, gesünder ist es in jedem Fall. Unser Tipp: kaufe ein und suche dir dann online ein Rezept mit genau diesen Zutaten. Die Seite www.restegourmet.de kann hierbei zum Beispiel eine grosse Hilfe sein.

Nicht vergessen: Eine Dopper Trinkflasche im Rucksack, erspart dir so manchen Kauf einer viel zu langlebigen PET Flasche.

 

Schritt 5: Übe dich im kritisch sein.

Hinterfrage beim Ankauf, warum du genau dieses Teil nun wirklich brauchst. Überlege ob es nicht eine saubere Alternative, z.B. unverpackte, dazu gibt, die gar nicht so weit entfernt ist. Mache aus dem Hinterfragen eine Angewohnheit und sorge durch bewusstes Üben dafür, dass die Gedanken automatisch in dir aufkommen, wenn du mal wieder im Laden stehst. Aber wie macht man das?


Schritt 6: Belohnen motiviert und festigt Gewohnheiten.

Ein positives Gefühl über uns selbst, ist der stärkste Motivator den du dir wünschen kannst. Belohne dich also wenn du ein Wochenziel erreicht hast. Sich selbst loben, kann schon ausreichen – ist aber eher schwierig umzusetzen. Aber es kann auch in anderer Form geschehen, zum Beispiel mit dem guten alten Stickeralbum. Für jede Woche, in der du deine Zielstellung erreicht hast, kommt ein weiterer Smiley-Sticker auf deinen “Plastikfrei leben” – Kalender.  Falls dich ein solcher Kalender nur schmunzeln lässt, aber Null motiviert – überlege kurz was du für deine ganz persönliche regelmäßige Belohnung nutzen könntest.

Wir sind uns sicher, dass ihr das packt! Viel Erfolg auf eurem Weg zum Leben ohne Plastik.

Teilen auf