GRÜNER STÄDTETRIP NACH AMSTERDAM

Alle zieht es nach Amsterdam um die Grachten zu bewundern, niederländische Kunst zu betrachten oder andere Vorzüge zu genießen. Amsterdam kann sich nun wirklich nicht über zu wenige Besucher beschweren – im Gegenteil. Doch wir möchten das Augenmerk auf etwas andere Sehenswürdigkeiten legen: Die grüne Seite der Touri-Hochburg. Sie kann so viel mehr als Rotlichtviertel, Coffeeshops, Süßigkeiten- und Souvenirläden, denn Ihre Bewohner strotzen vor Kreativität und Innovation. Ob nachhaltig shoppen, Kaffee trinken, die Natur genießen, Schlemmen oder Ausgehen – Amsterdam wappnet sich stetig weiter mit neueröffneten Lädchen, Cafés oder Hotels, die mehr als nur hip sind. Sie legen Wert auf die nachfolgenden Generationen und präsentieren sich grün.

Wenn man sich mal umschaut in Amsterdam, kommt man schnell zu dem Schluss: Öko muss hip sein.  An einem Wochenendbesuch in der Stadt, muss es sich nicht nur um Konsum drehen. Hier ein paar Tipps, an welchen magischen Plätzen der Stadt ihr das Wochenende verbringen könnt:

 

  • Entspannung im The Conscious Club. Ein Ort der viele Facetten von Nachhaltigkeit vereint. Nach eigener Beschreibung ist es das erste öffentliche klimaneutrale Kanalhaus von Amsterdam. Aus einer alten Schokoladenfabrik wurde eine Oase für Achtsamkeit und Veränderung – ein Ort, mit einem besonders grünen Klimasystem, natürlichen Baumaterialien, ‚upgecycelten‘ Möbeln und einer veganen und organischen Speisekarte. Yoga, Meditation und Kampfkunst gehören hier zu den täglichen Aktivitäten. Wer sich mehr über den ultimativen nachhaltigen Lebensstil anschauen will, ist hier genau richtig.

 

  • Richtig übernachten ist in Amsterdam keine Kunst mehr. Nachhaltige Hotels reihen sich langsam aber sicher aneinander. Ein Beispiel ist das Conscious Hotel Vondelpark. Klimafreundliche Zimmer mit Tischen aus recycelten Joghurtbechern, biologischem Frühstück, Strom aus Wind und Bienenkolonien auf dem Dach. Wunschlos glücklich.

 

  • Essen und Genießen. Darauf lässt sich in Amsterdam auch nicht lange warten. Das Restaurant Instock bereitet seine Gerichte auf ganz besondere Weise zu. Hier wird zuerst eine Tour entlang Supermärkten gemacht, wobei Lebensmittel gerettet werden die sonst dem Weg in die Mülltonne gefolgt wären. Instock ist dank seines wechselnden Menüs und kreativer Köche, immer für eine Überraschung gut. Lebensmittelverschwendung wird den Gästen auf diese Weise näher gebracht. Man macht als Gast ganz einfach beim Resteverwerten mit. Zwischen Gemüsegärten und Gewächshäusern steht das einzigartige Restaurant De Kas. Ohne viel Bohei werden eigens geerntete Gemüsesorten für die Gäste zubereitet. Das Motto ist ‚pur und natürlich‘. Und das sind nicht nur schöne Worte, denn man fühlt auf der Zunge ob die Tomate aus eigenem biologischen Gewächshaus stammt oder nicht. 

 

  • Einkaufen geht auch anders. Nämlich im Fruittuin van West – dem Früchtegarten im Westen Amsterdams, ist vor allem im Frühling und Sommer ein ganz eigenes Erlebnis, denn er lädt zum Selber Pflücken ein. Aber auch im Winter gib es genügend zu erleben. So kann man am Wochenende am Lagerfeuer sitzen und sein Brot rösten oder Pizza aus einem Lehmofen essen. Kinder können hier viel über die Natur lernen und die Eltern trinken Kaffee, essen Apfelkuchen oder erledigen Einkäufe zwischen den herrlichen Bäumen und Sträuchern. Auch kann man hier während eines Spaziergangs durch den Garten, Eier von freilaufenden Hühnern einsammeln. Back to nature.

 

  • Wusstet Ihr schon, dass Amsterdam einen Wald  hat? Und zwar einen sehr großen. Zum Amsterdamse Bos gehören 1000 Hektar an Wald, Wiesen, Teichen und anderen Gewässern. Ein riesiges Naturgebiet in welchem Stadt-Flüchtende der Hektik komplett entkommen können. Ein toller Ort zum Radfahren, Spazieren, Kanufahren, Ausreiten, Rudern, Schwimmen, Klettern und Ziegen füttern. Was will man mehr? In den Sommermonaten bringen Festivals und ein Open-Air Theater die reichhaltige Amsterdammer Kulturszene mitten in den Wald. Gar nicht weit von der bunten, lauten Stadt bietet sich der Wald besonders gut an um seinen Kopf zu resetten und das Gehirn mit der beruhigenden Farbe Grün zu speisen

 

Falls Ihr Amsterdam schon kennt, oder lieber eine etwas andere holländische Stadt besuchen wollt, schaut euch den Blogbeitrag „Grüner Citytrip nach Rotterdam“ mal an. Gute Reise!

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