EINWEGPLASTIK IM OZEAN – TUT JEMAND WAS DAGEGEN?

„Ich liebe dich bis zum Mond und wieder zurück. Sogar zwei Mal.“ Zuckersüß! Wirklich? Diese Liebeserklärung kommt vom Einwegplastik und der Adressat unser Planet Erde. Leider handelt es sich hierbei nicht um eine Liebesgeschichte mit Happy End. Wir erzählen dir mehr von dieser Geschichte.  

Unvorstellbare Mengen Plastikmüll befinden sich im Meer und werden von Meerestieren irrtümlicherweise als Futter angesehen und verzehrt, mit grausamen Folgen. Wie groß die Mengen genau sind, könnte man mit einer vollen Plastik-LKW-Ladung, die pro Minute in unsere Ozeane gekippt wird, beschreiben. Die Liebeserklärung im ersten Absatz, ist leider keine fiktive. Eine Studie von Eriksen aus dem Jahr 2014 belegt, dass sich genügend Plastikmüll in unseren Weltmeeren befindet, der aneinander gereiht, zwei Mal bis zum Mond und zurück führt. In ungefähr 30 Jahren könnte die Menge an Plastik, die der Anzahl Fische im Meer übersteigen, durch fast 4 LKW-Ladungen Plastik pro Minute.

Eine Künstlerin hat ein Fotoprojekt aus ihrem Müll der letzten 4 Jahre gemacht, um zu verdeutlichen wie viel man wirklich verbraucht. Die Bilder der Plastikverpackungen schocken wirklich und zeigen, dass wir immer wieder uns wieder neue Verpackungen anschaffen um sie kurze Zeit später wieder wegzuschmeißen. Schaut euch Ihre verblüffenden Fotos an.  In diesem Artikel möchten wir euch zeigen, wer sich dafür einsetzt Lösungen für das Plastikproblem zu finden.

  • Besser spät als nie. Die UN kümmert sich mit der Kampage „Clean Seas“ um die Gesundheit unserer Meere und forderte Anfang des Jahres weltweit Regierungen auf, stärker gegen Einwegplastikmüll an zu gehen. Dreißig Länder haben bereits Konkrete Pläne vorgelegt und angepackt, worunter Küstenländer wie Indonesien, Kenia, Brasilien, Costa Rica und Uruguay.  

 

  • Über Seehamster, Seekühe und Seeelefanten gesprochen. Es geht nicht um Meeresmonster, sondern Maritime Müllabfuhren des Münchner Vereins One Earth – One Ocean. Spezielle Netzkonstruktionen der Hamster- und Kuh-Schiffe  sorgen dafür dass Plastikabfälle aus Binnengewässern und vor Küsten, an Bord gelangen um an Land entsorgt zu werden. Der Elefant ist noch nicht ganz fertig, soll aber in Kürze auch auf hoher See aufräumen, ganz ohne Bemannung, vollautomatisch. Das eingesammelte Plastik wird dann recycelt und teilweise zu Heizöl verarbeitet. Hoffentlich sind solche Müllabfuhren irgendwann gar nicht mehr notwendig. Jetzt sind sie es.

 

  • Ins Netz gegangen. Die altbekannten Fischernetze als tödliches Instrument im Meer, sind immer noch Thema. Das europaweite Netzwerk von Küstengemeinden KIMO, bezieht die Fischer Industrie in die Lösung des Problems mit ein. Fishing for Litter heißt die simple aber effektive Initiative gegen Geisternetze. Fischern geht immer mehr ins Netz als geplant, wobei alte Netze und anderer Plastikabfall keine Seltenheit sind. Die Entsorgung an Land ist oft mit größerem Aufwand und höheren Kosten verbunden, weshalb alles was kein Fisch ist wieder zurück ins Wasser gekippt wird. Fishing for Litter sorgt also ganz einfach für eine kostenfreie Entsorgung des Mülls an Land und stimuliert Fischer den Müll mit zu nehmen.

 

  • Alltags- und Partyabfall wie Strohalme stehen hoch oben auf der Liste der ins Netz gegangenen Gegenstände aus dem Meer. Den für Meerestiere extrem gefährlichen Röhrchen wird nun der Kampf angesagt. In den USA setzt sich die Stiftung Lonely Whale mit der Kampagne „Stop Sucking“ für Bewussteren Umgang mit unnötigem Einwegplastik ein und der Getränkehersteller Bacardi hat mittlerweile sogar das Problem erkannt. Bacardi startete ebenfalls letztes Jahr eine Anti-Strohhalm Kampagne und will fortan seine Kunden über die Problematik aufklären, sowie keine hohlen Röhrchen mehr zum Getränk anbieten.

 

Last but not least, lässt sich die Dopper Foundation hier auch ganz einfach einreihen. Dopper unterstützt das Trinken aus dem Wasserhahn, schützt Gewässer und plädiert für einen Lebensstil entgegen dem Wegwerf-trend. Durch den Verkauf von sympathisch-bunten  Meerweg-Trinkflaschen, soll der Konsum von Einwegplastik sinken. Ein Teil des Nettoumsatzes gelangt direkt zur Dopper Stiftung, die waschechte Lösungen für Trinkwasserprojekte und Kunststoffverunreinigungen im Kopf hat. Ne gute Sache also.

Teilen auf