DAS NEUE WOHNEN – KLEIN ABER OHO

Weg mit dem unnützen Zeug und auf ins Abenteuer des Mini-Wohnens.

Da freut ihr euch über euer erstes volles Gehalt: endlich raus aus der Studentenbude, rein in die Geräumige zwei-Zimmer-Wohnung. Nix da, denn da kommt schon wieder dieser Trend der Mini-Häuser aus den USA herübergeschwappt und wird rasend schnell beliebt. Was die Niederländer auf Grund von Platzmangel und zu vieler Einwohner schon fast perfektioniert haben, müssen wir noch lernen: auf ganz kleinem Raum zu leben.

TINY HOUSE – JEDER ZENTIMETER GUT DURCHDACHT

Jetzt ist Ausmisten angesagt, denn ein so genanntes Tiny House fordert einen minimalistischen Lebensstil und stellt eine Art Gegenbewegung zu Besitz und Konsum dar. Frei von Ballast und zwecklos angehäuften Dingen, ab ins klitze-kleine Haus.

Tiny-House-Bewohner sind meistens auf der Suche nach Natur, weniger Besitz und einem nachhaltigen, unabhängigen Lebensstil. Es gab sie schon immer, die Hippies des Dorfes die sich weigerten in einem ‚normalen‘ Haus zu wohnen und einen alternativen Lebensstil ausprobierten. Doch die Tiny-House-Bewegung geht weit über einen alternativen Hippie-Trend hinaus. Die Minihäuser sollen zukunftsfähig und für allerlei verschiedene Menschen eine neue Lebensform bieten. Eine minimalistische Art zu leben. Eine naturverbundenere Art zu leben.

Vielleicht aber auch einfach nur für Menschen die sehr sprunghaft sind, und häufig umziehen wollen. Die meisten so genannten Tiny Homes, sind so konzipiert, dass Sie relativ einfach bewegt werden können, wie zum Beispiel Häuser auf Anhängern. Wir meinen jetzt aber die moderne Variante, und nicht die amerikanischen Trailer Parks, woran einige von euch im ersten Moment vielleicht denken. Die Minihäuser kann man in der DIY-Variante als mobilen Bauwagen eigens bauen, selbst gestalten und sogar die Kosten für den Hausbau sehr minimalistisch halten. Stauräume sind in Mini-häusern rar, aber unglaublich platzsparend und intelligent umgesetzt. Eine etwas geräumigere und kostspieligere Variante ohne Räder, baut die Firma Wohnwagon aus Wien. Das Minihaus aus Holz, Wolle und Lehm kann man in 5-6 Tagen komplett auf- und abbauen. Das energieeffiziente, würfelförmige Kodahaus, von Estländern entworfen, ist ein Haus zum zusammenfalten. Es kann in nur einigen Stunden komplett aufgebaut werden, wenn die Nachbarn mal wieder zu Laut werden oder das Büro für mehr Ruhe aufs Land verfrachtet werden soll. Ungebundenheit und ein flexibler Lebensstil, ganz simple zum Mitnehmen.

DIE NATUR IN RUHE LASSEN

Dopper möchte durch das Reduzieren von Einwegplastik die Natur ein stückweit in Ruhe lassen und das Leben in den Weltmeeren schonen. Das Konzept der Tiny-Houses tut es auf seine eigene und noch holistischere Weise. Sehr inspirierend! Der autarke Selbstversorger der Zukunft, geht mit den Minihäusern so gut wie einher. Das Fundament bleibt bei den Tiny Houses in der Regel aus, daher zementiert man nicht ein Stück Natur ein, sondern lässt diese Frieden und unter den Rollen oder dem Holz einfach weiterleben. Solaranlagen auf den Dächern, eine Bio-Toilette, ein Grünfilter für den eigenen Wasserkreislauf. Der innovative Wohnkreislauf auf nur ein paar schlau genutzten und langlebig gestalteten Quadratmetern, bringt  viele Menschen schon heute zum Staunen. Zunehmend auch Menschen die solch eine Lebensform vorher nicht in Erwägung gezogen hätten.

Solch ein Häuschen kann man natürlich nicht einfach hinstellen wo es einem gefällt, das muss sorgfältig nach Bau- oder Straßenverkehrsrecht überlegt werden. Manche Campingplätze und Parkanlagen bieten allerdings Stellplätze für das neue kleine Zu Hause an. Gefällt euch das Konzept? Dann lass euch inspirieren, von der Wohnung im Fahrradanhänger bis zum Haus im Baum, am Strand oder auf dem See. Utopia hat eine fantastische Übersicht der kleinen magischen Häuschen zusammengestellt.

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