BLAUES GOLD – DER UMGANG MIT WASSER

Ein Leben ohne Wasser auf unserem Planeten ist unvorstellbar. Selbst die allerkleinsten Einzeller könnten ohne Wasser nicht bestehen. Grund genug um Wasser mindestens einen Tag im Jahr zu widmen (besser jedoch jeden Tag) und dafür zu sorgen, dass es uns erhalten bleibt. In Deutschland scheint Wasser selbstverständlich, doch lasst uns wieder Kind sein, Regentänze aufführen und die Magie von Wasser wiederfinden, denn vielerorts ist es alles andere als selbstverständlich.

Der Großteil der Erde ist mit Wasser bedeckt und doch herrscht akuter Wassermangel durch die Verschmutzung unseres Grundwassers. Die Erderwärmung sorgt für große Dürren und katastrophale Zustände in einigen Regionen unserer Welt. Verunreinigungen von Wasser fördern die Erderwärmung noch, da enorm viel Energie zum aufbereiten des Wassers verwendet werden muss. Insbesondere der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist knapp und auch heute leben über 600 Millionen Menschen weltweit ohne die angemessene Menge Trinkwasser (nämlich 2-3 Liter täglich). Wasser zu sparen hat in einigen Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens, also nichts mit umweltbewusstem Handeln zu tun, sondern ist allein zum Überleben notwendig. Für uns ist das alles schwer vorstellbar, da wir hier in Deutschland einfach den Wasserhahn aufdrehen und uns so viel sauberes Wasser abzapfen können wie wir möchten.

TAG DES WASSERS

Auch die Bundesregierung und die UN sorgen sich um einen nachhaltigen Umgang mit dem „blauen Gold“ und erinnern uns seit über 20 Jahren jedes Jahr am 22. März an die Wichtigkeit von Wasser. Dann wird die Weltgemeinschaft unter einem anderen Motto erneut dazu aufgefordert, eine der schwierigsten Herausforderungen dieses Jahrhunderts anzugehen: die Sicherung unserer Nahrungsproduktion, genügend sauberes Trinkwasser für alle, sowie funktionierende Ökosysteme zu erhalten. Dieses Jahr fand der Tag unter dem Motto „Wastewater“ statt mit Aktionen und Diskussionen zum Thema Aufbereitung und Wiederverwendung von Abwasser weltweit. Liegt dir das Thema auch am Herzen? Her mit dem Kalender und jetzt schon den 22. März 2018 vormerken.

DUSCHEN OHNE ABWASSER

Im Sinne des Themas des diesjährigen Tag des Wassers, möchten wir euch eine besondere Erfindung vorstellen, die dieses Jahr auf den Markt kommen soll und eine Lösung für viele wasserarme Dörfer bieten kann. Sie nennt sich Gris. Recycelbare PET-Kanister können beim täglichen Duschgang nahezu das gesamte Abwasser auffangen. Das sogenannte Grauwasser kann dann zum Beispiel für den Toilettengang oder die Waschmaschine wiederverwendet werden. Bis zu 40 Liter Wasser pro Tag können so allein durch Duschen gespart werden. Der kolumbianische Designer weiß, dass dies bloß ein Tropfen auf den heißen Stein ist und findet, dass mehr als derartige Erfindungen notwendig sind: realistische, persönliche Geschichten die sich in das Bewusstsein der Menschen schleichen und Verständnis für die Wasserproblematik liefern. Es ist konkret aber doch abstrakt, der Bevölkerung zu erzählen, in 100 Jahren seien die lokalen Wasserressourcen aufgebraucht. Auch wir bei Dopper wissen, nur wer die Menschen wirklich erreicht, kann ihr Verhalten beeinflussen. Vier Storyteller waren für die Dopper Foundation in Nepal um mit den Menschen zu sprechen und herauszufinden was dort wirklich vor sich geht. Schau, hör und lies hier wahre Geschichten aus Nepal die einen berühren.

WIE SOLLST DU MIT WASSER UMGEHEN?

Genug mit dem Gefühlsgesäusel, ihr wollt mit anpacken? Bei uns in Deutschland geht es gar nicht so sehr darum um tatsächlich weniger Wasser zu verwenden, denn davon haben wir genug. Worum es vor allem geht ist Energie, die verbraucht wird um Wasser zu entnehmen, reinigen, und zu verteilen. Also der Umgang ist noch wichtiger als das Sparen. Verrückt genug wurden in den 60er Jahren viel zu große Wasserrohre gelegt, die für eine viel größerer Bevölkerung bestimmt war, als wir je geworden sind. Somit kommt es häufig zu Verstopfungen dieser Leitungen durch den ganzen Müll der sich ansammelt anstatt automatisch weggespült zu werden. Du denkst: Ist ja toll, dann kann ich guten Gewissens doppelt so lange duschen und brauch mir weiterhin keine Gedanken zu machen? Ganz so einfach ist es nicht: wir plädieren niemals auf Verschwendung und schon gar nicht mit dem Gedanken „wir müssen unsere Deutschen Rohre gut durchspülen“. Lasst dies Mal das Problem der Wasserbetriebe sein. Wir Wasserverbraucher sind vor allem gefragt wenn es um folgendes geht:

  • keinen unnötigen Müll in die Abflüsse zu werfen
  • Warmwasser und somit Energie zu sparen
  • bewusst „Produkte voll Wasser“ zu vermeiden (besser: saisonal und biologisch)

 

Lasst uns Wasser wahrnehmen als das, was es ist: eine unermesslich wertvolle Lebensquelle. Also keine Ausreden, sondern Handeln!

Teilen auf