Roger: The Bamboo Brush Society

Sauberes Wasser in jedem Ozean und aus jedem Kran: das ist unser feuchter Traum. Aber Dopper ist natürlich nicht die einzige Marke mit einer Mission. Es gibt noch viel mehr Unternehmer und Projektträger, die jeden Tag für eine bessere Welt aus dem Bett aufstehen. Wir nennen sie Wet Dreamers.

Diese Woche: Tagträume mit Roger Nefkens von The Bamboo Brush Society.

Stell dir vor. Du bist auf Reisen in Indonesien und ein einheimischer Surfer gibt dir einen Tipp für ein verborgenes Paradies in der Javasee; eine Ansammlung von kleinen Inselchen, die Hälfte davon unbewohnt. Nach einer dreistündigen Bootstour auf stürmischer See, setzt du auf dem weichen Sand einer dieser tropischen Perlen den Fuß an Land. Und dann siehst du es: Plastik. So weit das Auge reicht. Tüten, Flaschen, Trinkhalme, Zahnbürsten. Siehst du es vor dir? Ja? Was kannst du dagegen tun? Roger Nefkens hat eine Lösung gefunden: eine Zahnbürste aus Bambus.

Den Ozean säubern

„Als ich das Plastik sah, schämte ich mich, denn das waren alles Produkte, die ich auch selbst verwendete. Dann habe ich nachgedacht; warum wird da nichts gegen unternommen?“ Roger denkt bei einer Tasse Tee in seinem Büro in Amsterdam an den Moment zurück, in dem sein Traum geboren wurde. Seine weitere Reise verbringt der Surf-Fanatiker damit, auf Google surfend nach alternativen für Plastik zu suchen. Und dann wurde schnell klar, dass Bambus die Lösung war; ein abbaubarer Rohstoff, der rasend schnell wächst. Kombiniert man dies mit der Tatsache, dass das harte Plastik von Zahnbürsten tausende Seemeilen zurücklegen kann, dann erscheint eine Zahnbürste aus Bambus plötzlich die beste Art und Weise zu sein, um die Ozeane zu säubern.

Atemberaubend

„Indem ich mit einem so langweiligen, uninteressanten Produkt wie einer Zahnbürste beginne, hoffe ich, dass den Menschen klar wird, dass alles aus Plastik austauschbar ist’’. Und eine Zahnbürste aus Bambus zieht natürlich aus einfach atemberaubend aus. Nach seiner Heimkehr fühlte Roger, zusammen mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Maurits Haantjens, der Sache auf den Zahn und machte sich auf die Suche nach einer Fabrik, einem Logo und einer Philosophie. Und dann folgte die erste Bestellung von 2000 Zahnbürsten. Mit Hummeln im Hintern wartete Roger auf die Bestellung: würde das Logo auch gut zur Geltung kommen? Sind es die richtigen Bürsten? Kommen sie überhaupt an? Als die Lieferung dann einmal aus China angekommen war, folgte die nächste Herausforderung: „Nach dem ersten Monat hatten nur meine Tanten und Onkel sie bestellt, aber da muss man natürlich durch.’’ Inzwischen ist die Bamboo Brush in verschiedenen Concept Stores, Surfgeschäften und Hotels erhältlich.

Mund-zu-Mund

Inzwischen hat Roger eine Community rundum seine Zahnbürsten aufgebaut, in der Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil ausgetauscht werden. Auf diese Weise hofft er, ein Bewusstsein zu schaffen, auch bei Menschen, die sich eigentlich gar nicht so für Nachhaltigkeit interessieren. Denn wenn wir nichts tun, haben wir bald Ozeane aus Plastik. „Jeden Tag treffen wir um die hundert verschiedene Entscheidungen und all diese Entscheidungen können einen positiven Einfluss auf die Welt haben. Von der richtigen Couch bis hin zur richtigen Jeans oder einem Dopper.“ Schon kleine Initiativen können einen Unterschied machen, doch Roger träumt davon, dass auch große Unternehmen ihr Verhalten anpassen werden. Denn letzten Endes bezahlt irgendjemand auf der Welt den Preis für unsere Wegwerfkultur.

Feuchter Traum

Ob Roger in den Ruhestand geht, wenn dieser Traum Wirklichkeit geworden ist? Nein, bestimmt nicht. Denn so ist es mit den Träumen: wenn der eine in Erfüllung gegangen ist, dann kündigt sich schon der nächste an.

Mehr zur Bamboo Brush Society erfährst du hier!

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