ALLES ZU SEINER ZEIT – REGIONAL UND SAISONAL ESSEN

Wie man’s macht, macht man’s falsch. Dieses Gefühl beschleicht uns schon lange wenn wir unsere Einkäufe erledigen. Erst wurde uns die geliebte Avocado vom Teller geklaut, da der westliche Avocado-Hype auf Kosten von Regenwäldern und Menschenrechten in Südamerika geht; dann aus ähnlichen Gründen die Banane aus dem Obstkorb verbannt. Viele Sorten Obst und Gemüse ist trotz eventueller Siegel der Rainforest Alliance und Co, nicht wirklich nachhaltig.

Langsam ist aber mal Schluss, denkt ihr euch? Man weiß ja kaum noch was man kaufen ‚darf‘, wenn man mit Respekt für die Umwelt und Mitmenschen leben möchte. Wir finden, die einfachste Lösung ist, sich regional und saisonal zu ernähren. Wir möchten es euch leichter machen, mit dem 3-Step-Guide wie du zum „Saisio & Regio“- Konsumenten wirst. 

ERSTMAL VERSTEHEN WARUM

Vielleicht ist es für euch schon ganz selbstverständlich, auf dem Etikett zu schauen wo die Kiwi herkommt – doch ab wann kommt sie von zu weit her? Klar, Kiwis aus Neuseeland müssen erst einmal die halbe Erde umrunden und haben somit einen sehr hohen Emissionswert. Es gibt in deutschen Supermärkten keine Kennzeichnung von Flugware, doch  Statistiken besagen, dass wir fast alle Gemüseimporte und 75% der Obstimporte aus Europa beziehen. Klingt gut. Doch dabei bleibt es nicht: Kühlhäuser, die heimische oder mit LKWs aus europäischen Ländern importierte Ware über mehrere Monate lang frisch halten, sind ähnlich umweltbelastend. Die Tomate zum Beispiel, wird das ganze Jahr über bei uns angebaut, womit das Erhitzen der Gewächshäuser im Winter dafür sorgt, dass der fliegende Import der reifen Tomate aus den Kanaren, im Energievergleich besser abschneidet. Hinzu kommt, dass unreif gepflücktes Obst oder lange gekühltes Gemüse, unglaublich viel gespritzt wird und kaum noch Vitamine übrig haben. So haben wir weder zum ökologischen Fußabdruck, noch zu gesunder Ernährung positiv beigetragen. Deshalb unsere Antwort auf das Lebensmittel-Dilemma: regionale Lebensmittel einkaufen, die zur Saison passen.

WISSEN WAS MAN WANN ESSEN KANN

Bleibt die Frage, wann darf man was essen? Allgemeine Saison ist zwischen Juni und Oktober. Hier muss es dir an so gut wie nichts fehlen. Im Winter müssen wir auf einige Obst- und Gemüsesorten verzichten.

  • Diese  Infografik zeigt dir zu welcher Saison welche Sorten bei uns reifen. Die einfachste Lösung hierfür ist, einen solchen Kalender in der Küche aufzuhängen oder eine App mit Saisonkalender aufs Handy zu laden, wie zum Beispiel diese vom Bundeszentrum für Ernährung.

 

  • Ein Kochbuch mit Rezepten mit Regionalen Produkten kann für die fehlende Inspiration sorgen. Schaue dich hier nach dem passenden Kochbuch für dich um. Überraschende oder vergessene Gemüsesorten wie Pastinaken, schwarzen Rettich, Portulak oder Steckrüben erleben so Ihr Come-Back auf deinem Teller.

FINDE DEINEN WOCHENMARKT ODER BESTELLE EINE KISTE

  • Sicher kannst du dir nur sein, wenn du zum Wochenmarkt gehst und dort die Stände der Bauern aus der Umgebung suchst. Wahlweise kann man auch direkt beim Bauern auf dem Hof einkaufen. Suche hier nach dem Wochenmarkt oder Hof in deiner Nähe. Doch passt der Wochenmarkt nicht zu deinen Arbeitszeiten oder hat der Bauer seinen Hof zu weit weg?  

 

  • Es gibt einige Lieferservices, die sich auf regionale, saisonale, sowie biologische Ware spezialisiert haben. Eine Gemüse- oder Obstbox von Ökokiste.de oder bringmirbio.de erleichtert dir so einige Hetzerei zu Märkten oder Bauernhöfen. Vor allem aber beschützt dich diese Art des Einkaufens vor der großen Versuchung, dir doch die exotischen Südfrüchte im Angebot zu schnappen.

 

Zu einer umweltbewussten Ernährung gehört natürlich auch das Achten auf die Verpackung. Toller Beieffekt der neuen regionalen Einkaufsroutine ist, dass du weniger Einwegplastik einkaufst! Auf dem Wochenmarkt findest du viel mehr unverpackte Produkte. So wie wir uns die Welt wünschen.  Dopper setzt sich für einen Planeten ohne Einwegplastik und für sauberes Trinkwasser ein. Mit dem schönen Dopper Steel, kannst du PET Flaschen mit einer viel stylischeren Art des Trinkens ersetzen. Hier geht’s zum Shop.

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